Die Uraufführung 1952
Am 20. und 21. September 1952 wurde der Markt Geiselhöring mit großen Feierlichkeiten
zur Stadt erhoben.

Zu diesem festlichen Anlaß schrieb Wilfried A. Geis, Sohn eines Geiselhöringer
Arztes, ein Theaterstück über ein Ereignis der Ortsgeschichte: den Einfall
der Schweden ins Labertal während des 30jährigen Krieges.
Dieses "Historische Trauerspiel" trug den Namen "Eva Plenningerin". Es bestand
aus zwei Akten, und bei der Uraufführung am Abend des 21.9.1952 auf der Bühne
des 'Geiselhöringer Hofes' wirkten 27 Laienschauspieler mit.
Zeitungsbericht über den Festabend am 21.09.1952:
"Den zweiten Teil des Abends füllte zum großen Teil das Festspiel "Eva Plenningerin"
des begabten jungen Schriftstellers Wilfrid A. Geis aus, der einen düsteren
Tag des 30jährigen Krieges im Spiel gestaltet hatte. In seinen Nöten und Wirren
vollzieht sich die Tragödie der gemiedenen Henkerstochter Eva Plenningerin
(von Gertrud Schleuszinger mit gutem schauspielerischem Geschick dargestellt).
Einen kurzen Liebestraum zahlt das unglückliche Mädchen mit dem Tod. Im übrigen
geht es um Bürgerbesitz, der mit der Ratstruhe schließlich den Schweden in
die Hände fällt. Wenn am Schluß der Hauptdarstellerin und besonders den Darstellerinnen
der Flüchtlingsfrau (Genoveva Hutter) und der Marketenderin (Friedl Votruba)
Blumen gegeben wurden, so war das berechtigte Ehrung für gutes Spiel. Der
Kranz um das Haupt des Autors war gleichzeitig auch Anerkennung für manches
gute Spiel auch bei den männlichen Darstellern. Dem Autor, und nicht zuletzt
auch Peter Hermann, Windberg, dem man Rat und viele Kostüme verdankte, war
bereits vorher von Gottfried Hutter besonders gedankt worden."
In einem s/w-Film, der während der Stadterhebung gedreht wurde, ist die kostümierte
Theater-Gruppe während des Festzugs zu sehen.
Personenverzeichnis
von 1952
Danach fiel das Stück für ganze 40 Jahre in einen tiefen Schlaf -
bis
es 1992 aufgeweckt wurde.