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Kurzweil

100 Leute treffen sich ein halbes Jahr lang, überstehen gemeinsam den Stress der Premierenwoche und auch noch die kleine Hölle des Lampenfiebers, bis sie zum ersten Mal den verdienten Applaus bekommen.
Kein Wunder, wenn sich dabei zahlreiche Anekdoten, lustige Begebenheiten und haarsträubende Ereignisse ansammeln!
Mei, gehts uns dreckig!Gerüchte besagen zum Beispiel, dass man sich ab Januar keinem Vorstandsmitglied mehr auf weniger als 2 Meter nähern darf, da man sonst sofort mitspielt....

Oder dass die Abenteuer von schwedischen Soldaten nicht selten "in die Binsen" gehen.

Oder dass bei jeder Art von Tumult ein lautstarkes "Des is da Kriag!!" zuverlässig einen Lacher auslöst, wobei das "Seid besonnen!" auch nie seine Wirkung verfehlt.

Die Plenninger sind übrigens der einzige Verein, der es schafft, alle drei Bürgermeister von Geiselhöring zu beschäftigen: Der 3. ist Vorstand und Spieler, der 2. Trio infernalverkauft Getränke, der 1. begrüßt die Gäste und wischt nach dem Regenguß die Bänke trocken.
(so geschehen 2008)
Das Plenninger-Lied

Und dann war da noch:

- Der "Wehmir", der so hieß, weil er so schrie
- Das "hohle Loch im Rathausboden"

- Die Ziegen, die die sorgsam gehegten Rosen abfrasen, konzentrierte Sänger und Musiker anknabberten, mitten in die Liebesszene meckerten und auch sonst immer für allerlei Unfug während der Vorstellung zu haben sind.

Kleiner Flirt hinter den Kulissen- Der Platzregen, der während der Vorstellung plötzlich niederging. Worauf die Soldaten mit einem lauten "Stellungswechsel!!" unter das Vordach flohen.

- Der ausgiebige Bodennebel, der verzweifeltes Husten bei der armen Souffleuse im Brunnen auslöste.

- der Hahn, der Schwung in die Vorstellung brachte, als er eine Gelegenheit zur Flucht ergriff. Die turbulente Fangaktion der Soldaten bis unter die Zuschauer hinein sorgte sogar für Szenenapplaus.

- Der verblüffte Gesichtsausdruck der Träger, die während der Vorstellung eine deutliche Gewichtszunahme der Truhe bemerkten. Brotzeit im KindergartenhäuslDer Inhalt war nämlich heimlich um einige große Steine bereichert worden.

- Der ebenso verblüffte Gesichtsausdruck eines schwedischen Soldaten und seines Kebsweibs, als sie in der letzten Vorstellung von einem "Mitbewerber" einen Kübel Wasser ins Gesicht bekamen.

- Der 3. Flüchtling, dessen größte Sorge jeden Abend darin bestand, was er dieses Mal wieder in seinem Becher vorfinden würde...

- Als aber in einer Probe das Stichwort für diesen Becher schon längst vorbei ist, jedoch immer noch nichts passiert, ruft der gleiche Flüchtling ein unwirsches "Bedienung!!" nach hinten, um dann ungerührt in seinem Jammer-Monolog fortzufahren.

Ein Drahtesel als Pferd- Und die Überraschung vom "Schleinkuffer", als er in der letzten Vorstellung von den Schweden gepackt und umgebracht wurde, was so nicht im Text stand. Aber alle wußten.

- Dass wir ums Verrecken nie junge Burschen finden, die mitmachen wollen (He! Musketiere! Schwarzpulverschießen! Raufen! Kebsweiber!) Aber wir geben die Hoffnung nicht auf...

- Einmal gab es eine Doppelbelegung im Jugendheim, und wir mußten den Probenraum für die Meditation des Gebetskreises räumen. Das wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn wir an diesem Abend nicht die "Tumult-Szenen" und den "wütenden Volkszorn" geprobt hätten. Da half dann auch der Wechsel ins andere Stockwerk Bewerbungsfoto für 2020nichts...

- Promo-Auftritt beim Regionaltag in Mitterfels 2008 - alle Bühnen sind besetzt. Wir verlegen uns erfolgreich aufs "Guerilla-Theater": Straße besetzen, Zuschauer aufhalten und zwangsbespielen, Werbezettel verteilen, weiter zur nächsten Ecke.

Aufgabe: Eine Bäuerin überquert die Bühne, ein Trupp Soldaten überfällt sie, ein Trupp Bauern verjagt die Soldaten und trägt die Bäuerin hinaus.
1. Versuch: Die Bäuerin läuft und läuft und läuft, dann ist sie von der Bühne. Kommentar der Soldaten: Ach, solln wir schon?
2. Versuch: Die Soldaten plündern und plündern und ... keine Bauern in Sicht. Erklärung: Wir waren uns nicht einig, wer zuerst rausläuft.
3. Versuch: Die Bäuerin läuft, die Soldaten plündern, die Bauern verjagen. Dann muss das Opfer in einem Tuch hinaus getragen werden: So rum - nein, so rum - ächz - vielleicht so?- Nimm du mal da - ich glaub, wir brauchen noch wen... Die "tote" Bäuerin: Ha????
4. Versuch: Die Bäuerin läuft, die Soldaten plündern, die Bauern stürmen herein, aber die Soldaten machen keine Anstalten, wegzulaufen. Im Gegenteil, sie formieren sich und marschieren brüllend auf die Bauern zu. Diese machen auf dem Absatz kehrt und laufen schreiend wieder hinaus.
5. Versuch: Klappte, nachdem sich das Gelächter endlich gelegt hatte.

Gstanzl, die nach der Abschlußvorstellung 2004
gesungen wurden:
1632,
do is an Haufa passiert,
wos genau gscheng is,
erzählt des folgende Liad.
Gaststars hamma vui ghabt,
vo Puisting bis Pfadda,
de Weitste war aus Schweden,
de Pippilotta.
Daß mia Theater spuin,
hod da ganze Markt ghead,
des liegt do dro,
dass da Luk a so plärrt.
Daß s'Spui etzad goa is,
des find i recht schod,
de Liebesszene mid da Brigitte,
de gfoid ma etz grod.
Mit de Gwehra,
des war owei a rechts Gfrett,
vielleichts sans ganga,
vielleicht aa net.
Da Ale is froh,
des Spui is jetz goa,
zerschd hod a gschiaglt, dann gschtottert, jetz feits eam am Ohr.
Da Huaba Tom,
der hod sonst Haar auf de Zähn,
aba kaam schreit da Giagl a weng,
do vagißt er des Redn.
De Flüchtling, de ham
seit neiastem an Sohn,
neba da Anna
hams etz no an Anton.
Da Manfred, der fahrad
am liabsten mim Radl,
er hod Angst, sei Roß,
des beißt eam ins Wadl.
Beim Janker in das Festspielzeit
is d'Hangmühl ganz ausgschtorm,
ois, wos Füaß hod,
muaß in Moak owafahrn.
Da Liachtinger Gerhard,
der hod Kfz,
aba des Bussln, hamma gseng,
des konn er no net.
Beim Thanner, do woaß ma net,
wia ma is dran,
in oana Sekunden
vom Baß in Sopran.
Dass unsa Eva no lebt,
is a ganz a scheens Glück,
da Maxl hods bei de Proben
beinah ins Jenseits gschickt.
Da Hilde, de is
vom ganzn Spui de beste,
sie kimmt als ersts
und geht hoam als letzte.
In Geiselhöring gibt's heid
des letzte Getränk,
an Schleinkuffer, an Bräu,
den ham d'Schwedn aufghängt.
(Bachmeier Hans)
Bei mir in da Maskn,
do geht's bluadig her,
und jedn Dog, wo ma gschpuit ham,
do woitns no mehr. (Hilde)
Daniela is de Größte,
ja des is ganz gwieß,
aa wenns net größer
wia a Saustoidia is. (Luk)
Nach der Premiere